Sinneswandel
Europas einziges Gefängnis für alte Männer liegt in Singen

Europas einziges Gefängnis für alte Männer liegt in Singen. Die Gefangenen genießen dort einige „Frei“heiten und können seit kurzem an einem Meditationstraining teilnehmen
Die Medien stehen Schlange, um einen Blick hinter die vergitterten Fenster von Europas einzigem Seniorenknast zu werfen; selbst das japanische Fernsehen war schon hier. Unser Autor Clemens Schwinkowski leitet einen Meditationskurs für die Gefangenen. Für den sinnior berichtet er über seine Erfahrungen:
Die Justizvollzugsanstalt Singen ist eine Außenstelle der JVA Konstanz. Hier sind nur Männer über 62 Jahre untergebracht, die in der Regel längere Strafen verbüßen, hauptsächlich für Vermögens- und Gewaltdelikte und Sexualstraftaten. 54 Haftplätze stehen zur Verfügung.
Der Vollzug ist im Vergleich zu anderen Haftanstalten relativ locker und angenehm – soweit man das so sagen kann. Es gibt insgesamt 40 Arbeitsplätze, die sehr begehrt sind. Neben Produktionsarbeiten für kleinere Unternehmer können sich die Gefangenen in der Küche, in der Waschküche / Flickschneiderei, in der Hausreinigung und im Garten etwas hinzuverdienen. Die Besuchszeit beträgt maximal sechs Stunden im Monat. Den Gefangenen steht ein Kartentelefon zur Verfügung. Die Hafträume sind von 07 bis 22 Uhr geöffnet; während dieser Zeit können sich die Inhaftierten im Haus frei bewegen und in ihrer Abwesenheit ihre Zellen abschließen. Es gibt einen Sportraum, einen Fernsehraum, Billardtische und eine Bücherei mit etwa 3000 Büchern. Eine Lehrküche bietet Back- und Kochkurse an. Im Anstaltshof gibt es Ruhebänke, Sitzgruppen, ein Spielfeld und einen kleinen Fischteich. Die Gefangenen können bei Eignung in Gruppen wandern, Ausstellungen besuchen, schwimmen, zur Kirche gehen und einkaufen. Über die Eignung befindet die Anstaltskonferenz.
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Sie wollen weiter lesen? Gerne, den neuen sinnior gibt es in verschiedenen Buchhandlungen und an den Kiosken in der deutschen Bodenseeregion und Oberschwaben oder per Telefon beim Abo-Service der Schwäbischen Zeitung unter der Rufnummer 0180 200 80 04 oder bestellen Sie einfach hier...
Doppelsinn
Pro und Contra – Führerschein behalten oder Führerschein abgegeben?

Fahrkarte statt Führerschein?
Die Zahl der Rentner steigt jährlich an, und somit auch die der älteren Autofahrer. Ob sie eine Gefahr für sich und ihre Umwelt bedeuten, wird vor allem nach Unfällen heftig diskutiert, an denen Rentner beteiligt waren. Vereinzelt reagieren die Landkreise durch besondere Angebote für Bus und Bahn.
Mobilität ist wichtig – nicht nur für Berufstätige, sondern auch für den Rentner von heute, der fit und agil mitten im Leben steht. Doch was ist, wenn man geistig fit ist, Sehvermögen und Reaktionsfähigkeit jedoch langsam nachlassen? „Zwei Menschen starben, weil ein 79-Jähriger aus noch ungeklärten Gründen in einen Schützenumzug raste“ – immer wieder berichten Medien von Rentnern, die Unfälle verursachen. Seh- und Reaktionstests werden gefordert oder gar der Führerscheinentzug – obwohl Fakt ist, dass 17 Prozent aller Führerscheine in Deutschland im Besitz von Menschen über 65 sind, sie aber nur 7,8 Prozent der Unfälle mit Verletzten verursachen.
Sich selbst gegenüber kritisch sein
Wer auf den Führerschein angewiesen ist oder einfach gerne Auto fährt, sollte seinen Gesundheitszustand kritisch betrachten. Dass man regelmäßig Auto fährt, ist kein Beweis für Fahrtauglichkeit, auch wenn man noch keinen Unfall verursacht hat. Da keine Gesundheitskontrollen vorgeschrieben sind, ist Selbstkontrolle angesagt.
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Wohnsinn

Der Garten – Paradies zwischen Rosen und Dornen
Gartenarbeit zählt zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Golden-Age-Generation. Jeder Fünfte über 65 beschäftigt sich durchschnittlich über eine Stunde pro Tag mit Gartenarbeit.
Tipps für einen pflegeleichteren Garten
Legen Sie sich Gemüse- und Blumenbeete als Hochbeete an. Hochbeete haben viele Vorteile: Sie lassen sich rückenschonend bearbeiten, das Gemüse gedeiht dank vieler Nährstoffe und zusätzlicher Bodenwärme optimal und lässt sich leicht vor Schneckenfraß schützen. Die beste Zeit, um ein Hochbeet anzulegen, ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr. Damit Sie bequem gärtnern können, sollte das Beet 80 bis 120 Zentimeter hoch und nicht breiter als 130 Zentimeter sein. Die Länge hängt von Ihrer persönlichen Vorliebe, aber auch von der Stabilität des verwendeten Baumaterials ab. Für die Hochbeetwände kommen verschiedene Materialien in Frage: Holz, Stein und Edelstahl.
Kräutergarten im Topf
Bequem genießen! Denn Kräuter kann man in Blumentöpfen auf der Fensterbank oder auf der Terrasse ziehen. Mein Tipp: Damit Kräuter in Töpfen nicht dauerhaft nasse Füße haben, ist das Loch im Topfboden unerlässlich, aus dem überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Daneben sind auch kleine Tonfüßchen unter dem Topf sinnvoll. Sie sorgen dafür, dass das Wasser ungehindert austreten kann und sich nicht zwischen Topf und Boden staut. Damit das Substrat nicht zu feucht wird, kann der Blumenerde zusätzlich Sand oder feiner Kies beigemischt werden. Möchte man verhindern, dass die Erde im Sommer zu stark austrocknet, kann man die Erdoberfläche einfach mit Kies bedecken und so die Verdunstung reduzieren. Ganz nebenbei verhindert man damit auch das Aufkeimen von Unkraut.
Stauden und Blumengarten
Das lästige Bücken beim Jäten, Säen und Rückschneiden fällt im Alter zunehmend schwer. Das Wichtigste ist, (.........)
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